Montag, 6. Februar 2012

John Grisham - Das Geständnis

Seit Jahren bin ich Leser von John Grisham Romanen. Bis auf einen Titel habe ich sie alle, bevorzugt im Hardcover (weils einfach schöner aussieht). Vor ein paar Monaten durfte der jüngste Roman mit nach hause kommen und ich möchte ihn euch nun näher vorstellen.


 
ISBN: 978-3-453-26659-9
Seiten: 527
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover
Preis: 21,99€
Bezugsquelle: Amazon, BOL


Klappentext:

Schuldig für immer?
Ein Geständnis in letzter Sekunde steht am Anfang von John Grishams neuem großem Roman. Travis Boyette, ein rechtskräftig verurteilter Sexualstraftäter, der mehr als sein halbes Leben hinter Gittern verbracht hat, gesteht einen Mord, für den ein anderer verurteilt wird: Donté Drumm. Dieser sitzt seit 8 Jahren in der Todeszelle und soll in genau vier Tagen hingerichtet werden. Ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


Meine Beschreibung:

Reverand Keith Schroeder bekommt spontan Besuch von einem Fremden, der etwas zu beichten hat. Was Keith allerdings zu hören bekommt, hat er in dieser Form nicht erwartet. Vor ihm sitzt Travis Boyette, der nach einer lebenlangen Haftstrafe nun auf freiem Fuß ist und nur noch wenige Monate zu leben hätte. Daher möchte er sich etwas von der Seele reden. Nicht Donté Drum hat damals den Mord an einem jungen Mädchen begangen, sondern er, Travis.

Keith ist von diesem Gespräch zunächst verwirrt und weiß nicht, ob er es ernst nehmen kann. Allerdings lässt es ihm keine Ruhe und er beginnt der Sache auf den Grund zu gehen. Im Internet findet er Fakten, die das erzählte belegen. Im Krankenhaus kennt man Travis und dessen Tumor. Keith ist nun in der Situation, Fakten zu haben, die einem unschuldigen das Leben retten könnten, aber was damit anfangen?

Zunächst versucht Keith mit dem Anwalt, der Donté verteidigt, in Kontakt zu treten, allerdings wenig erfolgreich. Daher versucht er erneut mit Travis zu reden und ihn davon zu überzeugen, an die Öffenlichkeit zu treten und sich für den Mord schuldig zu bekennen. Travis ist nur schwer davon zu überzeugen, will er doch seine letzten Monate ungestört verbringen. Keith kann ihn allerdings davon überzeugen, das Richtige zu tun.

An andere Stelle versuchen Dontés Anwalt Robbie und seine Mitarbeiter, in den letzten Tagen vor der Hinrichtung, alles erdenklich mögliche um die Hinrichtung aufzuschieben. Leider werden alle Anträge abgeschmettert. Ein hartnäckiger Keith versucht immer wieder mit Robbie in Kontakt zu treten und sein Wissen zu teilen. Irgendwann finden Keith Telefonate Gehör und Robbie will unbedingt, dass Keith mit Travis zu ihm kommt. Dieser sieht es als letzte Chance, um noch etwas zu bewirken. Mit der Aussage des wahren Täters und dem Aufsuchen des Grabes, wäre die Unschuld von Donté eindeutig zu beweisen.

Alle hoffen nun auf einen Aufschub, welchen sie dringend benötigen, um sich von Travis das Grab zeigen zu lassen. Dieses wäre der endgültige Beweis dafür, dass der Falsche im Gefängnis sitzt.
Aber leider ist es nicht so einfach einen Unschuldigen frei zu bekommen, obwohl die Fakten doch so eindeutig sind.


Mein Fazit:
Wie immer hat es John Grisham geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Nachdem Keith anfängt die Aussagen von Travis zu recherchieren und dabei herausfindet, dass Donté ohne eine Leiche und nur auf Basis einer Aussage eine Mitschülers des Mörders für schuldig befunden wurde, war ich sehr bestürzt. Wie kann auf Basis so weniger Fakten Jemand verurteilt werden? Zum damaligen Zeitpunkt hat man einen Schuldigen gesucht, hat ihn bei der Vernehmung unter Druck gesetzt, nur um ein Geständnis zu erzwingen. Die Verhandlung als Solches, das Urteil und auch die völlige Ignoranz von Fakten nach dem Geständnis von Travis, haben mich mehrfach den Kopf schütteln lassen. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, wieso ein Unschuldiger verurteilt werden konnte und selbst nachdem der Schuldige sich zu Tat bekannt hat, wollte es keiner akzeptieren und die Hinrichtung verzögern.
Es ist erschreckend, wie ein politisches Spiel auf dem Rücken eines Unschuldigen ausgetragen wurde und Fakten keine Rolle mehr gespielt haben. Man wollte einen Schuldigen finden, koste es was es wolle. Diese Kernthematik zieht sich durch das ganze Buch und hat mich wirklich sehr beschäftigt. Bei John Grishams neustem Roman handelt es sich definitiv um keine leichte Kost, aber genau das finde ich gut. Ich habe es als Leser genossen, so emotional in die Handlung involviert zu werden.

Von mir bekommt der Titel:



Kennt Jemand von euch diesen Roman? Ist dieser Titel interessant für euch? Wie gefallen euch dieRomane von John  Grisham und seid ihr vielleicht auch so ein großer Fan davon wie ich?

Freitag, 9. Dezember 2011

Josephine Angelini - Göttlich verdammt


Ich möchte euch heute gerne dieses Buch vorstellen:





Preis: 19,95€
Seiten:  494
ISBN: 978-3-7915-2625-6
Format: gebundenes Buch
Sprache: Deutsch



Klappentext:

Der Gedanke, keine Kontrolle über ihr eigenes Schicksal zu haben, machte Helen wütend. Wütend genug, um den Kopf hochzuhalten und die einzige Entscheidung zu treffen, die sie treffen konnte.

Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket. Auf der Insel ist nicht viel los und in den Sommerferien versinkt Helen in Langeweile. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Großfamilie Delos auf die Insel zieht. Alle Familienmitglieder sind ausgesprochen attraktiv und die ganze Insel ist hin und weg von den Neuankömmlingen. Alle außer Helen. Sie spürt von Anfang an großes Misstrauen gegenüber den Unbekannten.
Im Schlaf wird Helen plötzlich von düsteren Albträumen heimgesucht: Es begegnen ihr dort drei unheimliche Frauen, die Rache nehmen wollen - woran, bleibt ihr vorerst ein Rätsel. Als Helen den gleichaltrigen Lucas Delos zum ersten Mal sieht, spürt sie wieder die Gegenwart der drei Frauen, die sie dazu drängen, Lucas anzugreifen. Und Helen geht tatsächlich auf ihn los. Was dahintersteckt, erfährt sie erst nach und nach. Denn Lucas und Helen teilen ein gemeinsames göttliches Schicksal; sie sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf der Mächte auszulösen - und das, indem sie sich ineinander verlieben!


Meine Meinung:
Der Klappentext verrät eindeutig viel zu viel, ich hätte mir da eher etwas weniger gewünscht, aber okay.
Der gewählte Handlungsort, eine kleine Insel im Nirgendwo, ist grandios und sehr wichtig für die Geschichte. Dadurch gibt es einfach die perfekte Kulisse und einen sehr guten Rahmen für die Geschichte.
Die Heldin, Helen, ist eine sehr starke Persönlichkeit und wirklich interessant. Sie hat einen ganz eigenen Kopf und einen etwas anderen Humor. Ich finde sie einfach sehr besonders. Das nenne ich doch mal eine Heldin!
Ihr Gegenspieler und natürlich - wie sollte es auch anders sein - ihr Geliebter Lucas Delos ist die typisch Geheimnisvolle, gutaussehende männliche Hauptrolle, wie wir sie schon aus vielen, vielen Büchern kennen. Aber - ehrlich gesagt - sind es ja diese Traumtypen, die viele Mädchen und Frauen so anfällig werden lassen für Geschichten. Mich nicht ausgeschlossen. ;)
Trotzdem ist mir Lucas ab und an - vor allem im späteren Verlauf der Story - einfach etwas zu weich, aber auch das haben wir ja schon bei Typen aller Edward Cullen erlebt.
Die beste Freundin von Helen, Claire, ist meine persönliche Lieblingsfigur. Sie ist erfrischend spritzig und quirlig und eben der aufgeweckte Gegenpol zu der eher ruhigen und zurückhaltenden Helen.
Mir gefällt die Sprache des Buches ganz gut. Sie ist nicht außergewöhnlich hochgestochen, sondern gut lesbar und voller Emotionen, die sehr gut übermittelt werden. Das Hineinversetzen ist fast garantiert. So mag ich die Sprache eigentlich am liebsten. Was bringt es mir, wenn die Sprache gehoben und kompliziert ist, wenn sie mich nich berührt?
Die Handlung ist spannend und teilweise mysteriös. Ich mag es sehr, wie sich viele Dinge erst später erklären. Das lässt zunächst viel Freiraum für die eigene Fantasie. 
Außerdem gibt es ein riesengroßes Plus dafür, dass einfach mal ein ganz anderes Thema behandelt wird. Auf den Vampir-Boom folgte der Werwolf-Boom, dann der Engels-Boom usw.
Göttlich verdammt beschäftigt sich mit einem Bereich, der noch recht wenig von der Fantasy-Literatur erfasst wurde. Dementsprechend hat man auch noch nicht so viele gegensätzliche Informationen, wie zum Beispiel in Vampir-Büchern (verbrennen in der Sonne oder doch eher funkeln; freundlich oder böse usw.). Einfach neu und aufregend.


Mein Fazit:
Ich bin hin und weg von dem Buch. In zwei Tagen habe ich es verschlungen. Eine sehr interessante Heldin, eine immer wieder überraschende Handlung und die grandiose Idee machen das Buch für mich zu einem Schmuckstück meiner Sammlung. Was die Sprache angeht, sollte man seine Ansprüche nicht zu hoch schrauben. Wer Fantasy bzw. Romantic-Fantasy mag, sollte hier unbedingt mal hineinlesen, es ist wirklich ein empfehlenswertes Buch. Ich werde mir auf jeden Fall die folgenden Bände kaufen, Göttlich verdammt ist der Auftakt zu einer Triologie. Erwähnenswert ist auch das schöne Buchcover, das mich sofort angesprochen hat.

 Ich verteile:


Freitag, 11. November 2011

Cody Mcfadyen - Ausgelöscht

Ihr seid Fans von Criminal Minds, ihr mögt Thriller mit Serienkillern? Dann könnte dieses Buch interessant für euch sein. Mir ist es in der Aufbaute der Bücher vor allem wegen des Covers aufgefallen. Die roten Haare haben mich magisch angezogen und erst dazu gebracht die Beschreibung zu lesen.


ISBN: 978-3-404-16581-0
Seiten: 458
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99€
Bezugsquelle: Amazon, BOL


Klappentext:
Ich hatte einmal ein Leben.
Doch ich erinnere mich nicht mehr daran.
Ich hatte eine Familie.
Doch ich kenne sie nicht mehr.
Ich hatte viele Erinnerungen.
Doch Jemand war in meinem Gehirn.
Er hat alles ausgelöscht.
Und ich wünschte, er hätte mich nicht am Leben gelassen.

Smoky Barret und die anderen Hochzeitsgäste blicken auf das Brautpaar vor dem Altar. Plötzlich durchbricht Motorheulen die Stille. Ein schwarzer Mustang hält vor der Kirche. Die Tür öffnet sich, und eine Frau wird auf die Straße gestoßen. Ihr Kopf ist kahl geschoren, die Haut von blutigen Ritzern übersäht. Sie taumelt auf den Altar zu, fällt auf die Knie und stößt einen lautlosen Schrei aus.
Die Frau ist vor sieben Jahren spurlos verschwunden. Aber sie kann nicht über das reden, was ihr zugestoßen ist: Jemand hat eine Lobotomie an ihr durchgeführt und zentrale Nervenbahnen ihres Gehirns durchschnitten. Sie ist nicht tot, vegetiert aber als leblose Hülle vor sich hin. Es wird weitere Opfer geben.


Meine Beschreibung:
Leider stimmt der Klappentext nur teilweise. Ja, auf der Hochzeit ihrer Kollegin wird aus einem vorbeifahrenden Auto eine Frau geworfen. Allerdings schreit diese sehr wohl und sie ist keine leblose Hülle.
Nachdem sie ins Krankenhaus gebracht und ruhig gestellt wurde, versuchen Smokey und ihr Team die Fremde zu identifizieren. Dieses gelingt ihnen auch recht schnell. Heather Hollister ist vor acht Jahren spurlos verschwunden. Sie arbeitete bei Morddezernat und ihr Verschwinden hatte damals viel Aufsehen verursacht. Trotz intensiver Suche, wurde sie nie gefunden. Zunächst fällt der Verdacht auf ihren Ehemann, der damals der Hauptverdächtige war, man ihm aber nichts nachweisen konnte. Smokey sucht Rat beim damaligen Ermittler im Fall, Detective Daryl Burns. Zusammen suchen sie Heathers Ehemann Douglas auf.
Allerdings haben sie nicht mit dem gerechnet, was sich ihnen vor Ort bietet. Douglas Frau Dana wird kahlrasiert im Badezimmer vorgefunden, einer seiner Söhne ist tot und der andere überlebte nur knapp.

An dieser Stelle nimmt die Handlung an Fahrt auf. Warum hat Douglas seinen Sohn umgebracht, warum ist Dana ebenso kahlrasiert wie Heather. Hat Douglas Heather ihre Verletzungen zugefügt?
Das Team versucht diesen Fragen auf den Grund zu gehen und entdeckt während ihrer Ermittlungen weitere Fälle über die letzten Jahre, in den Frauen in verschiedenen Regionen nach Jahren kahlrasiert wieder auftauchen und an ihnen eine OP vorgenommen wurden, die sie als leblose Hülle zurücklässt. Warum also ist Heather zwar psychisch verstört, aber kann im Gegensatz zu den anderen Opfern sprechen und mit ihrem Umfeld agieren? Was macht sie anders als die Anderen?

Sie ziehen Hilfe hinzu, die Hintergrundwissen zum Thema geographic profiling liefert (*hier* gibt es mehr dazu). Gemeinsam versuchen sie ein Täterprofil zu erstellen. Dabei bekommen sie Hilfe eines internen IT-Profis, der ihnen recht schnell ermöglicht ein umfassendes Täterprofil zu erstellen. In einem Forum glauben sie dem Täter auf die Spur gekommen zu sein. Sie wollen ihm eine Falle stellen und schicken ihren Kollegen Undercover. Nach wochenlanger Arbeit scheinen sie dem Täter endlich auf die Spur gekommen zu sein. Doch dann wird Smokey vom Täter entführt und in einen Raum gesperrt, wie damals Heather. Sie scheint dem Täter zu nah gekommen zu sein. 


Mein Fazit:
Dieses Buch hat mich bereits ab den ersten Seiten gefesselt. Ich konnte es einfach nicht mehr aus den Händen legen und habe am Abend deutlich länger gelesen als gut für mich war (Augenringe am nächsten morgen inklusive :) ).
Ich habe den Eindruck gehabt, dass ein sehr detaillierter Eindruck vermittelt wurde, wie eine Sondereinheit arbeitet. Die Recherche findet gründlich statt (so erscheint es für mich), man kann die Gedankengänge nachvollziehen und ihnen folgen. Ich habe dabei sehr viel neues über die Vorgehensweise gelernt. Ebenfalls war erkennbar, dass die Lösung eines Falls manchmal nur sehr langsam vonstatten geht und auch Monate dauern kann. Der Aufwand der betrieben wurde, um dem Täter eine Falle zu stellen, war immens.
Smokey ist ein sehr sympathischer Charakter, die vor Jahren einem Serientäter zum Opfer fiel, der sie verstümmelt hat und ihr Familie tötete. Dadurch hat sie eine zielstrebige Art, den Dingen auf den Grund zu gehen und sich in den Täter hineinversetzen zu wollen. Sie hat nach Jahren wieder ein glückliches Privatleben und der aktuelle Fall bringt viele Erinnerungen an damals wieder ans Tageslicht. Daher fühlt sie sich stark dazu berufen den Täter zur Strecke bringen zu wollen. Am Ende kommt vieles anders als ich dachte und hat mich sehr überrascht.
Ich fühlte mich die ganze Zeit über sehr gut unterhalten und werde mir definitiv weitere Romane des Autors bei Gelegenheit anschauen, da es nicht der erste Roman um Smokey Barrett ist und ich nun neugierig bin. Die Blutlinie, Der Todeskünstler, Das Böse in uns sind die ersten drei Teile, wie ich erst später herausfand, aber auch ohne Vorkenntnisse konnte ich den vierten Teil lesen.

Von mir bekommt der Titel:



Kennt ihr den Autor? Habt ihr bereits Titel der Reihe gelesen? Wäre dieser Roman etwas für euch?

Samstag, 5. November 2011

Flammenherz - Petra Röder

Flammenherz von Petra Röder
Broschierte Ausgabe, 408 Seiten, ISBN 987-3-943048-42-1, edition winterwork
16,90€


Klappentext
Janet reist nach Schottland, um für einen Roman zu recherchieren. Als sie in einem Antiquitätengeschäft eine Schatulle kauft, ahnt sie nicht, dass der Inhalt ihr ganzes Leben verändern wird. Das ist jedoch bei Weitem noch nicht alles. Plötzlich befindet sie sich im 17. Jahrhundert. Dort lernt sie den jungen Laird Caleb Malloy kennen, der ihr auf seiner Burg Zuflucht gewährt. Im Laufe der Zeit kommen sich beide näher. Doch diese Liebe steht unter keinem guten Stern und Janets Leben gerät mehrfach in Gefahr. Als sie schließlich alles verliert und herausfindet, wer dafür verantwortlich ist, entscheidet sie sich, noch einmal in die Vergangenheit zu reisen ...


Meine Meinung
Ich habe das Buch bei der Autorin selbst auf der Website bestellt, da man dort die Möglichkeit hatte, ein Buch mit Widmung und Autogramm zu bekommen. Ich finde sowas ja immer sehr schön. 
Flammenherz ist der zweite Roman von Petra Röder und der erste, den ich von ihr gelesen hab. Mein erster Zeitreiseroman zugleich.

Inhalt:
Eigentlich kann man dem Klappentext nichts mehr hinzufügen, ohne potenziellen Lesern zuviel zu verraten und die Leselust zu nehmen. Es ist ein historischer Zeitreiseroman, der von der ersten Seite an fesselt und man das Buch gar nicht erst aus der Hand legen möchte, weil man immer wissen möchte, wie es weiter geht. Wie beschrieben reist die Protagonistin Janet nach Schottland, um dort Recherche für ihr nächstes Buch zu betreiben und reist unwissend mit einem Spruch aus der Schatulle, den sie an einem Steinkreis laut vorliest 351 Jahre zurück ins 17. Jahrhundert, dem Jahre 1658. Erst denkt Janet, als ein paar traditionell gekleidete Highländer an ihr vorbeiritten, es würde in der Gegend eventuell ein Rollenspiel stattfinden, aber durch einen Zwischenfall trifft sie auf den Laird (einfach: Lord) Caleb, der sie auf seinem Schloss wohnen lässt, wo sie herausfindet, in welchem Jahr sie sich befindet und wie sie dorthin gekommen ist. Nach und nach kommen sich Janet und der Laird näher und währenddessen überschlagen sich die Ereignisse, in denen Janet und einige ihrer liebgewonnenen Menschen in Gefahr geraten, an denen eine gewisse Lady Adelise nicht gerade unschuldig scheint, die Janet gehässig eine Siùrsach (zu Deutsch: Hure) nennt.

Wie historisch oder zeitreisend richtig dieser Roman nun wirklich ist, weiß ich leider nicht, da ich mich in der schottischen Historie und deren Sprache, sowie Zeitreisen überhaupt nicht auskenne und mir darüber deshalb nun auch kein Urteil bilden möchte.


Zum Schreibstil:
Petra Röder schreibt einfach, aber klar, deutlich, und kommt ohne jeglichen Schnickschnack aus. Trotzdem fühlt man sich während des Lesens so, als wäre man ein unauffälliger Statist der Geschichte, weil man sich genau vorstellen kann, wie alles aussieht, ohne jemals dort gewesen zu sein. Mitten in der Geschichte gibt es perspektivische Änderungen, in denen zwischen Janet, dem Laird Caleb und dem Stallknecht Sarin gewechselt wird. Ein kleines Bisschen müsste ich bemängeln, dass einem Schreib- bzw. Satzzeichenfehler auffallen, wobei ich nicht weiß, ob das nur Druckfehler sind (könnte in einer neuen Auflage vielleicht optimiert werden). Das Buch ist für Teenies, Jugendliche sowohl auch Erwachsene geeignet und lässt durch das offene Ende auf eine Fortsetzung hoffen.


5 von 5 Smileys
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Freitag, 21. Oktober 2011

Kerstin Gier (HG.)- Die Mütter-Mafia und Friends - Das Imperium schlägt zurück

Wer Kerstin Giers Mütter Mafia nicht kennt, für den eine kurze Zusammenfassung.

Mütter Mafia - Reihe
1. Mütter Mafia 2005
2. Die Patin 2006
3. Gegensätze ziehen sich aus 2008
4. Die Mütter-Mafia und Friends - Das Imperium schlägt zurück 2011

Die Buchreihe widmet sich den übereifrigen Mamas, die immer nur das Beste für ihren Nachwuchs wollen, keine Kritik dulden und immer engagierter sind als Andere. Man findet sie bei jedem Treffen und jeder Veranstaltung. In der Buchreihe bringt Kerstin Gier diese Thematik zur Sprache und ich habe mich immer köstlich amüsiert :)

Als ich im Laden dann einen weiteren Teil entdeckte, musste der natürlich mit. Nachdem ich ihn nun fertig gelesen habe, möchte ich euch meine Meinung dazu mitteilen.



ISBN: 978-3-404-16043-3
Seiten: 329
Sprache: deutsch
Preis: 7,99€
Bezugsquelle: AmazonBOL


Inhaltsbeschreibung: 

Von Super-Mamis, anderen Mutter-Tieren und dem ach so süßen Nachwuchs...
In diesem Buch sind herrlich bissige Kurzgeschichten zum Thema "Mütter" versammelt - von Kerstin Gier, Hanna Dietz, Henrike Heiland, Birgit Fuchs, Steffi von Wolff, Jana Voosen, Gabriella Engelmann, Dagmar Hansen, Eva Völler, Heide John, Ann Hertz, Andrea Koßmann, Maximilian Buddenbohm, Britt Reißmann und Matthias Sachau. - Sie alle werden das Kind scjon schaukeln!
Kommentiert werden die Geschichten von der Mütter-Society persönlich.


Meine Beschreibung:

Das Buch beginnt mit der schwangeren Constanze, die mit ihrem Mann bei einem Geburtsvorbereitungskurs ist und fleißig Anweisungen befolgt. Aber natürlich nicht ohne dabei zu fluchen, zu schimpfen und jedes Wort auf ihre eigene Art zu interpretieren. Ich musste schon sehr schmunzeln :)
Danach folgen dann diverse Kurzgeschichten aus dem Alltag verschiedener Eltern. Im Urlaub, zu Hause, verheiratet oder alleinerziehend. Die Kurzgeschichten versuchen möglichst viele Konstellationen abzudecken. 
Leider fühlte ich mich dabei so gar nicht unterhalten. Die Charaktere haben mich weder gefesselt, noch zum Lachen gebracht. Ich habe mich förmlich durchquälen müssen, so sehr habe ich mich gelangweilt.

Einzig zwei Kurzgeschichten haben mir gefallen, die Kuckucksmama, die ihr Junges nicht Fremden überlassen wollte und eine email Antwort, die aus Versehen an alle auf dem Verteiler ging und damit für viel Freude gesorgt hat. Alle anderen Geschichten fand ich langweilig und uninteressant. Die Kommentare der Mütter-Society zwischen den Kurzgeschichten zu den jeweiligen Handlungen empfand ich als gequält und wenig amüsant.


Mein Fazit:

Während mich die ersten drei Teile sehr gut unterhalten habe, ist dem Vierten leider das völlige Gegenteil gelungen. Ja, es waren Kurzgeschichten angekündig und keine direkte Fortsetzung der Mütter-Mafia Reihe, aber ich hatte zumindest einen gewissen Unterhaltungswert erwartet. Ich musste mich zwingen es durchzulesen und habe dieses mit wenig Begeisterung getan. Ich hatte lustige und witzige Stories erwartet, bekam aber nur Stoff zum Gähnen geboten.
Für mich ist dieses Buch ein Reinfall und ich hätte es lieber im Laden lassen sollen. Um die 8€ tut es mir ernsthaft leid.


Von mir bekommt der Titel: